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Kinderreich berufstätig - geht das?

Vor allem die Möglichkeiten, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren, stellen sich für viele Eltern ab dem dritten Kind recht schwierig dar. Oftmals begegnet uns in kinderreichen Familien die traditionelle Rollenverteilung: Mutter ist zu Hause bei den Kindern, Vater ist erwerbstätig. Jedoch unterliegt auch dieses Rollenbild einem Wandel, denn auch Mütter mehrerer Kinder hegen häufig den Wunsch, zumindest in Teilzeit berufstätig zu sein. Nicht nur wollen sie damit ihre eigene berufliche Qualifikation unter Beweis stellen, sondern auch einen Beitrag zum Familieneinkommen leisten. Nicht selten hört man von kinderreichen berufstätigen Frauen, dass sie ganz froh sind, einige Stunden Haushalt und Kinder hinter sich zu lassen, um in Ruhe zu arbeiten.

 Frau Hanna C. aus Purkersdorf schildert ihren beruflichen Wiedereinstieg nach dem 3. Kind: „Ich hatte das Glück, wieder an meinen alten Arbeitsplatz zurückkehren zu können. Es ist für mich herrlich, konzentriert meine Arbeit zu verrichten, meine Projekte zu planen und umzusetzen, ohne dass ich ständig von irgendeinem Kind unterbrochen worden wäre, um schnell ein Spielzeug zu reparieren, eine Nase zu putzen, ein Butterbrot zu richten oder eine Zeichnung zu bewundern. Auch mein Vorgesetzer ist von meinem Elan und meinem Engagement begeistert. Er meint, dass sich meine Effizienz sicher verdoppelt hat im Vergleich zu früher, als ich noch keine Kinder hatte. 

Eine besondere Rolle, um Eltern diese Berufstätigkeit zu ermöglichen, spielt eine exzellent organisierte Kinderbetreuung. Erfahrungsgemäß ist dies eine gute Mischung aus Aufgabenhort für Schulkinder/ Kindergarten mit Nachmittagsbetreuung und Großeltern, die die Kinder tageweise betreuen bzw. Au Pair Mädchen, die sich zu Hause um die Kinder kümmern, bis die Eltern aus der Arbeit kommen.