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Einkaufen gehen

Tägliche Handlungen wie der Beschaffung von Nahrungsmitteln werden oftmals zu einer logistischen und auch finanziellen Herausforderung.

Frau Sabine C. aus Perg berichtet: „Der Wocheneinkauf ist jedes Mal ein kleines Abenteuer! Mein Mann und ich sind mit unseren vier Kindern meist am Samstagvormittag in diversen Geschäften unterwegs, um die großen Mengen an Essen und Hygieneartikeln zu besorgen, die wir brauchen. Wir kommen dann immer total erschöpft nach Hause zurück, meistens um 120 oder 150 Euro erleichtert. Und dann muss ich noch unter der Woche mindestens drei Mal Milch, Joghurt, Obst und Brot nachkaufen. Es ist ein ewiger Kreislauf aus einkaufen, Essen herrichten, leere Teller und Töpfe abspülen und wegräumen, um festzustellen, dass wieder fast nichts mehr für den nächsten Tag übrig ist. Trotzdem bin ich glücklich, meinen Kindern durch festgelegte Mahlzeiten und unsere Gespräche beim Esstisch einen schönen und wichtigen Fixpunkt in ihrem kindlichen Alltag zu ermöglichen. “

Herr Markus H. aus Salzburg erzählt: "Um meiner Frau etwas mehr unter die Arme greifen zu können, habe ich eines Tages beschlossen, von jetzt an jeden Samstag mit unseren sechs Kindern einkaufen zu gehen. Nach dem dritten gemeinsamen Einkauf suchte ich das Gespräch mit meiner Frau. Sie war sehr dankbar dafür, dass ich ihr die Kinder zumindest ein Mal wöchentlich für 2 Stunden abnahm, aber sie kritisierte die ziemlich in die Höhe schnellenden Kosten für Lebensmittel. Kein Wunder, jedes der sechs Kinder wollte etwas. Etwas  zu essen, etwas zu trinken, etwas zu lesen, etwas zu naschen, etwas für die Schule, etwas für den Sportunterricht, etwas als Geschenk für die Mama, ein Mitbringsel für die beste Freundin oder etwas, weil alle anderen auch etwas wollten. Ich sagte nein, nein, nein, aber dann habe ich mich doch immer wieder zu "kleinen" Zusatzartikeln überreden lassen. So konnte es nicht weitergehen, da unsere finanzielle Situation nicht wöchentlich "Extrawürste" zuließ. Meine Frau und ich fanden einen Kompromiss. Seit unserem Gespräch erledigte sie den Einkauf, weil sie - alleine - eigentlich gern einkaufen geht. Und ich hüte in der Zwischenzeit die Kinder. So können wir unser Budget einhalten und meine Frau findet doch ein paar Minuten für sich (am Heimweg vom Einkaufen, schaut sie meistens noch bei ihrer besten Freundin auf einen Kaffee vorbei)."